Baustellenabsicherung nach Kölner Art (2)

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Der Kölner Wettbewerb um die gefährlichste Radwegbaustelle hat in Köln-Braunsfeld einen neuen Rekordtiefpunkt erreicht.

An der Aachener Straße steht der Radfahrer (unter Aufrechterhaltung der Benutzungspflicht) zuerst vor einer Absperrschranke. Irgendwann entdeckt er den abgesperrten "Weg" links an der Baustelle vorbei. Dort hört die beschilderte Trennung zwischen Geh- und Radweg auf zu existieren - oder ist das links der Radweg, und der Fußgänger muß rechts an der Absperrsschranke vorbei, mitten durch die Baustelle laufen?

Der provisorische "Radweg" führt vorbei an Paletten mit Pflastersteinen; diagonal parkenden Fahrzeugen; noch mehr ungesicherten Paletten mit Baumaterial; einem diagonal geparkten Bagger, dessen Metallplatte auf Pedalhöhe ungesichert in den Weg reinragt; dann steht man ohne Absperrschranke direkt auf der Fahrbahn, wo man weiterem ungesicherten Baumaterial nach links ausweichen muß und dort womöglich von Autos umgenietet wird, die verständlicherweise nicht erwarten, daß plötzlich Radfahrer vor ihnen auftauchen; weiter geht es durch die Baustelle, wo noch mehr ungesichertes Baumaterial lauert. Hier findet man noch mehrere Baggerschaufeln als Stolperfallen, die einfach so mitten auf dem Weg herumliegen, ohne jede Absicherung, Absperrung oder Markierung.

Jetzt noch dem Schutthaufen ausweichen, dann ist es schon geschafft: hinter der Baustelle ist der Radweg nicht mehr benutzungspflichtig, und man darf die sichere Fahrbahn benutzen.

Glaubt ihr mir nicht? Hier sind Fotos. Ich habe mich letzte Woche beim Kölner Amt für Straßen und Verkehrstechnik beschwert, aber keine Antwort bekommen.

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